Es ist soweit - ab August stehen die ersten ADN-Jungsauen den Mitgliedern der Ferkelerzeugergemeinschaft (FEG) Coppenbrügge aus dem Vermehrungsbetrieb Detlef Macke, Harriehausen, zur Verfügung. Vorausgegangen war im Herbst letzten Jahres die Entscheidung der FEG, die Genetik auf ADN umzustellen. Die Besamung der Reinzuchtsauen-Gruppen verlief entsprechend dem Zyklogramm. Das speziell auf den Betrieb ausgerichtete Eingliederungskonzept bestätigte sich ohne Einschränkung. Demzufolge entwickelten sich die hochgesunden Landrasse-Sauen - geliefert von Hans Werner Macke (gleicher Zuname), Hülsenberger Zuchtschweine, analog der Kennzahlen für die Zuchtbenutzung. Penibel wurden und werden die Maßnahmen zum Aufbau der belastbaren Immunität während der Eingliederungszeit beachtet.
Des Weiteren hat sich gezeigt, wie wichtig der Informationsaustausch zwischen Hoftierarzt, SGD, Vermarktungsorganisationen und Betrieben ist. Schon bei den Jungsauenwürfen überzeugten die ADN-Sauen durch eine gute Mütterlichkeit und hohe Aufzuchtleistung. Ebenfalls erfüllte die Gruppentauglichkeit die Erwartungen. Bis Anfang Juni 2010 ferkelten 38 ADN-Jungsauen ab. Im Durchschnitt erzielten sie 11,4 lebend geborene Ferkel pro Wurf und setzten 11,0 Ferkel pro Wurf ab. Damit übertrafen die Jungsauen die Altsauen um mehr als ein lebend geborenes und abgesetztes Ferkel.
Der Aussage von Detlef Macke zufolge verliefen die Geburten bei den ADN-Sauen reibungslos und ohne Unterbrechung. Dass die Jungsauen außerdem eine sehr gute Milchleistung haben, reflektiert die Entwicklung der Ferkel. Bereits während der Eingliederungs-phase fiel die herausragende Qualität der Zitzen auf. Die seit 2004 vorgenommene Gewichtung des Zuchtzieles – Anzahl guter Zitzen – schafft die Voraussetzung, die geborenen Ferkel ohne Amme zu versorgen. Dazu gehört parallel die Selektion auf eine hohe Futter-aufnahme, um die Nährstoffversorgung für eine erfolgreiche Laktation sicherzustellen.
Alle Zuchtferkel werden Mycoplasmen und Circo geimpft. Zusätzlich erhalten die positiv selektierten Jungsauen vor Auslieferung einen PRRS-Totimpfstoff.
Zu ergänzen bleiben die Mast- und Schlachtleistungen der Hülsenberger ADN-Endprodukte in der LPA Quakenbrück. Die Tiere der Anpaarung Piétrain x ADN erreichten hervorragende tägliche Zunahmen von 959 g und eine FVW von 1:2,3 (Besamungseberprüfung KB-Station Göttingen 2009) ohne negative Beeinflussung der Schlachtkörperqualität.
Pressedienst Hülsenberger Zuchtschweine
August 2010